Es ist so schwer, den falschen Weg zu meiden.

Johann Wolfgang von Goethe

Manchmal befindet sich die Lösung unseres Problems direkt vor unseren Augen und dennoch scheint sie uns unerreichbar. Wir bekommen eine Chance, doch wir greifen nicht zu! Schlimmer noch, wir versuchen es erst gar nicht. Angenommen, es ginge um unser Leben und jemand reicht uns die Hand, um uns zu helfen. Ein anderer gibt uns einen guten Rat, der uns aus unserer Not erretten könnte, doch beides schlagen wir ab. Andere Chancen folgen, welche wir alle nicht ergreifen. Schließlich segnen wir das Zeitliche und begegnen Petrus vor dem Himmelstor. Was um Himmels Willen wollen wir nun zu ihm sagen? Womit wollen wir uns Einlass verschaffen, wenn wir auf Erden jegliche Hilfe zurückgewiesen haben? Charlie Chaplin sagte einst: „An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser“. Ich jedoch behaupte, wir nehmen sie nur nicht wahr. Voltaire deutete daraufhin, dass „in den meisten Fällen die Todesursache eines Menschen dessen Leben sei.“ Warum aber sind wir nicht in der Lage unser Leben zu ändern? Theoretisch wüssten wir häufig was zu tun ist, doch machen wir es nicht. Sediert von unserem Alltag, steuern wir unausweichlich auf unser Ende zu, ohne überhaupt jemals richtig gelebt zu haben. Wir sind gefangen in einer Seifenblase, aus der wir uns selbst jederzeit befreien könnten. Sind wie ein Vogel im Käfig, dem regelmäßig die Tür geöffnet wird. Entweder erkennen wir nicht, dass diese offen steht oder wir haben Angst davor, was sich außerhalb des Käfigs befinden könnte. Sprich, wir ergreifen nicht die Chance. Weder nehmen wir die Hilfe, die uns angeboten wird an, noch befolgen wir den Rat, wie wir uns selbst helfen könnten. Sei es in Sachen Training, Ernährung oder in anderen Dingen unseres täglichen Lebens, oftmals bekommen wir mehr als genug Gelegenheiten die Dinge zum Guten zu wenden. In diesem Sinne:

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“

Georg Christoph Lichtenberg